Tabakov



Tabakov

Oleg Tabakov

Der Volkskünstler der UdSSR, Staatspreisträger der UdSSR und der Russischen Föderation

 

Gründer und künstlerischer Leiter des Theaters in der Tschaplygin Straße, künstlerischer Leiter des Moskauer Tschechow-Künstlertheaters (seit 2001), Rektor des Schauspielstudios des Moskauer Künstlertheaters (MHAT) zwischen 1985 und 2001, Mitglied des präsidialen Kulturbeirats.

 

Er wurde am 17. August 1935 in Saratow in einer Ärztefamilie geboren, lernte dort in der Schule №18. Der entscheidende Einfluss auf die Berufswahl hatte seine Teilnahme am Theaterkreis «Die junge Garde» (1950-1953) in dem örtlichen Palast der Pioniere und Schüler, deren Leiterin Natalya Sukhostav war, die eine «Taufpatin» im Beruf für die hundertsechzig Schauspieler wurde.

 

1953 wurde er in das Schauspielstudio des Moskauer Künstlertheaters, in den Vasily Toporkovs Kurs aufgenommen. Er war ein der besten Studenten. Im dritten Studienjahr spielte er zum ersten Mal im Film mit – «Sascha tritt ins Leben ein» («Sasha vstupaet v zhizn») von Mikhail Sweitser.

 

1956 gründete Oleg Yefremov unter dem Dach von dem Schauspielstudio des Moskauer Künstlertheaters ein Studio der jungen Schauspieler, das sich später in «Sovremennik»-Theater umwandelte. Von 1957 bis 1983 war Tabakov ein führender Schauspieler und dann des «Sovremennik»-Theaters. Seine Rollen in den Vorstellungen waren «Der nackte König», «Drei Wünsche», «Immer vorhanden» («Vsegda v prodazhe»), «Eine gewöhnliche Geschichte» ernteten unglaublichen Erfolg.

 

Gleichzeitig spielte Tabakov in Filmen, wurde zu einem der nachgefragtesten und bekanntesten Schauspieler der einheimischen Filmkunst. Unter seinen Filmrollen in 60er und 70er stechen die folgenden hervor: «Der laute Tag» (1960), «Die Lebendige und die Tote» (1963), «Krieg und Frieden» (1965-1967), «Leuchte, leuchte, mein Stern» (1969), «Siebzehn Augenblicke des Frühlings » (1972-1973), «Kashtanka» (1975), «Das unbeendete Stück für ein mechanisches Klavier» (1976), «D'Artagnan und die drei Musketiere» (1978), «Einige Tage aus dem Leben I. Oblomovs» (1979).

 

1968 spielte er nach der Einladung des «Chinogerny Club»-Theaters in Prag seine Lieblingsrolle - Khlestakov nach N. Gogols «Der Revisor». Im selben Jahr inszenierte Tabakov seine Diplom-Abschlussinszenierung «Die Heirat» im Jugendstudio, das von «Sovremennik»-Theater eingerichtet wurde. Die erste Unterrichtserfahrung wurde zur Basis für die Zukunft.

 

Nachdem O. Yefremov zum künstlerischen Leiter des Moskauer Künstlertheaters ernannt wurde, wurde er Direktor des «Sovremennik»-Theaters.

 

1973 trifft Tabakov eine für alle unerwartete Entscheidung – sich noch eine neue Last auf die Schultern zu laden – den Jungen das Schauspielhandwerk lehren. Eine Gruppe von Gleichgesinnten-Freiwilligen zusammenstellend, veranstaltete er eine beispiellose Aktion, indem er, zur Aufnahme in das Theaterstudio aufrufend, 49 Leute aussuchte. In diesem Studio im Baumansker Palast der Pioniere in der Stopani Gasse wurden die Kinder nach einem System einer Theaterhochschule gelehrt: es wurde die Geschichte der Weltkunst unterrichtet, die Gneschichte des russischen Theaters, die szenische Bewegung und die Plastik. Nach drei Jahren nahm Tabakov einen Lehrgang aus sechsundzwanzig Studenten auf der GITIS-Basis auf, derer Grundlage die Jugendlichen aus seinem Studio wurden.

 

1977 gelang es Tabakov mit der Hilfe des Beamtes U. Golzman, ein ehemaliges Kohlelager in der Tschaplygin Straße zu bekommen. Mit eigenen Händen reinigten und sanierten der Meister und sein Kurs den heruntergekommenen Raum, der sich mit der Zeit in den bekannten Keller «Tabakerka» («die Tabakdose») verwandelte.

 

1978 feierte der Keller seine Premiere mit der Vorstellung «…Und ich kehre zu dir im Frühling zurück…» nach dem Stück von Aleksej Kasanzew. Danach kamen «Zwei Pfeile», «Lebe wohl, Mowgli!», «Die Leidenschaften für Warwara».

 

Tabakovs Studenten studierten die Meisterschaft, tagtäglich an den Inszenierungen teilnehmend. Bald wurde der Keller nicht nur in Moskau bekannt. Seit 1979 schrieben über das Studio die besten Journalisten und Kritiker jener Zeit. Jedoch bekam das Theater keinen offiziellen Status, und eine neue, sehr lebensfähige und talentierte Schauspielergeneration, gegründet und erzogene von Oleg Tabakov, wurde ausgelöscht.

 

Gezwungen, zu anderen Theatern zu wechseln, versammelten sich Tabakovs Absolventen in der «Tabakerka» zwischen 1980 und 1982 nachts, probten und machten Premieren.

 

Im Jahre 1982 nimmt Tabakov einen neuen Schauspielkurs im GITIS auf, deren Studenten in einigen Jahren eine Grundlage der Truppe für das neue Theater bildeten.

 

Eingeladen von O. Yefremov, wechselt Tabakov 1983 zum Moskauer Künstlertheater. Seine erste Rolle wurde Salieri in der P. Sheffers Inszenierung «Amadeus». Diese spielt er bis heute.

 

1986 werden in Moskau drei Theater-Studios gegründet, darunter ist das Theater-Studio unter Leitung von Oleg Tabakov.

 

Am 1. März 1987 zeigte das offiziell eröffnete Theater-Studio die Aufführung «Der Sessel» nach der Erzählung «Außerordentlicher Zwischenfall im Bezirk» von Yury Polyakov. Sein Werk charakterisierend, bezeichnet Tabakov den Keller als «ein normales, russisches, traditionelles, realistisches psychologisches Theater».

 

Im selben Jahr geschah eine dramatische Spaltung des Moskauer Künstlertheaters (namens M. Gorki) auf zwei Gruppen. Tabakov folgte Oleg Yefremov an das Moskauer Tschechow-Künstlertheater. Nach dem Yefremovs Tod im Jahre 2000 wurde Tabakov künstlerischer Leiter des Theaters.

 

Oleg Tabakov ist nach wie vor unglaublich aktiv und unermüdlich, widmet seine ganze Zeit der Leitung von zwei Theatern, der Unterrichts- und Produzententätigkeit, aber auch der Erfüllung öffentlicher Pflichten.

 

Zur Zeit spielt er in der Tabakerka in Vorstellungen «Das ABENTEUER basiert auf «Die toten Seelen» von N. Gogol (Plyushkin) und Die Möwe (Dorn)


Информационная поддержка:
Генеральные радио партнёры:
750670  Яндекс.Метрика